Wildkatzen-Walderlebnis-Pfad

Liebe Wanderfreunde!

Eine kleine Gruppe machte sich bei zunehmend sommerlichen Temperaturen am Startpunkt im Oberen Gaistal bereit, um auf dem zertifizierten Wildkatzen-Walderlebnis-Pfad Einblicke in den Lebensraum und die Gefahren zu gewinnen, denen die extrem seltenen Wildkatzen ausgesetzt sind.
Die Rundwanderung, vorbei an interaktiven Stationen, an denen man allerlei über diesen geheimen Bewohner unserer Wälder erfährt, war in der Tat kein Spaziergang, sondern erforderte schon eine gewisse Kondition.
Auf schmalen Jägersteigen, über felsige Passagen und über bzw. durch den Bachlauf der Alb ging es ständig bergauf und –ab. Der niedrigste Punkt lag bei 490 Höhenmetern, der höchste bei 630 und das in mehrfacher Reihenfolge.
In einem der letzten großen unzerschnittenen Waldgebiete von Baden-Württemberg liegt in der Nähe des Skiheimes das Eingangsportal des ca. 6 Kilometer langen Rundweges.
Der ebenerdige, an einem kleinen Bachlauf entlang führende, urige Pfad ist so etwas wie eine Beruhigungspille für den Wanderer, bevor es nach mehrfach steil abwärtsführenden felsigen Jägersteigen, zur Überquerung der Alb geht, wo es durchaus problematisch werden kann. Die Alb führte „Gott sei Dank“ nur relativ wenig Wasser, so dass man das andere Ufer mit gegenseitiger Unterstützung auf den nur etwas rutschigen Steinplatten mit großen Schritten trockenen Fußes überqueren konnte. Mit dem Wechseln der Uferseiten, wechselt man übrigens auch die Gemarkung von Bad Herrenalb nach Loffenau.
Nach kurzem Verschnaufen ging es dann steil bergauf bis zu einer kleinen Bankgruppe an der 621 Meter hochgelegenen Vogelwiese, wo wir den herrlichen Blick über die freie Zone bei einer kleinen Vesperpause genießen konnten. So gestärkt ging es dann weiter auf urigen Waldpfaden bis wir die Alb wieder an der Felsgruppe, mit dem Namen Wasserfall, über die Knollbrücke überquerten. Auf den nun gestoßenen Quellenerlebnispfad kürzten wir den Wildkatzen-Walderlebnis-Pfad ab und wanderten stetig ansteigend unser Schlusseinkehrziel „Zur Spechtschmiede“ in Zieflensberg an.
Glücklich, dass alle das Ziel stolz auf die vollbrachte Leistung und wohlbehalten erreicht hatten, wurden die aufgebrauchten Kraftreserven bei ausgiebigen Essen und Trinken wieder aufgefüllt.
Dank an Maria und Dietmar Bathelt für diese auf „wilden Wegen“ lehrreiche, wenn auch nicht ganz leichte Tour in unmittelbarer Nähe.