53. Jahreshauptversammlung

Samstag, 25. Januar 2020 im Restaurant „Linde“

53. Jahreshauptversammlung

„Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.“ 
Mit diesem Spruch zur 53. Jahreshauptversammlung begrüßte die Vorsitzende Sigrid Maulbetsch die anwesenden 54 Mitglieder, sowie für die Presse Frau Gegenheimer vom Schwarzwälder Boten und lud alle ein, den Rechenschaftsbericht ihres Schwarzwaldvereins anzuhören, zu diskutieren und vielleicht eigene Ideen einzubringen.
Zum stillen Gedenken an unsere im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder erhoben sich die Anwesenden und gedachten an Elisabeth Grassberger, Roswitha Gröner-Knuth sowie Klaus Lehnigk. Ganz überraschend verstarb am 15. Januar unser Mitglied Gertrud Ehrhardt.
Insgesamt hat der Verein aktuell 134 Mitglieder. Rückblickend auf 2019 sei die mehrtägige Wanderfahrt in die Fränkische Schweiz ein Glanzpunkt gewesen. Mit einer neuen Homepage warte der Verein seit dem vergangenen Jahr auf. Nicht so gut wie erwartet habe sich die junge Familien-Gruppe entwickelt. Geduld und Ideen seien weiter notwendig, diese Zielgruppe zu erreichen. Maulbetsch informierte über die im Frühjahr anstehende Initiative der Badengruppe aus Pforzheim, die Europabänke am Rundwanderweg herzurichten und lud Freiwillige des eigenen Vereins ein mitzumachen. Danach bat die Vorsitzende ihren Stellvertreter Hannes Brunn den geschäftlichen Teil der Hauptversammlung zu übernehmen und bat um geschätzte Aufmerksamkeit.
2. Vorsitzender Hannes Brunn stellte die ordnungsgemäße Einberufung der Mitgliederversammlung und der Tagesordnung fest. Anträge zur Tagesordnung waren nicht eingegangen. Danach bat er um die Berichte der einzelnen Fachwarte.
Wanderwart Dietmar Bathelt gab einen Rückblick auf das vergangene Wanderjahr mit jeweils 5 Tages- und Halbtageswanderungen.
Gestartet wurde wieder mit der alljährlich am Dreikönigstag stattfindenden traditionellen Neujahrswanderung. Danach folgten Wanderungen im Raum Grötzingen, auf dem „Teinacher“, sowie „Entlang der Alb“.
Für viele, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist natürlich die im Juni auf dem Plan stehende „Forstkundliche Busfahrt“ ein Highlight im Wanderjahr.
 Nahezu nahtlos schloss sich Ende Juni das weitere Highlight des Wanderjahres an, nämlich die Mehrtagesausfahrt in die „Fränkische Schweiz“.
23 Teilnehmer „genossen“ bei teils mörderischen Temperaturen die Sehenswürdigkeiten und die reizvolle Landschaft der Mittelgebirgsregion in Oberfranken, am besten bequem vom klimatisierten Bus aus.
Im Juli und August folgten dann mal körperlich anspruchsvollere Wanderungen. Zunächst erkundeten wir bei sommerlichen Temperaturen den „Wildkatzenerlebnispfad“ und den konditionsfordernden Rundwanderweg der „Gertelbacher Wasserfälle“, so der Wanderführer.
Wie zu erwarten, war natürlich die kombinierte Nachmittagswanderfahrt im September, zur Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg mit der anschließenden Weiterfahrt zum „Traditionsbesen“ der Familie Baumann nach Nordheim, die busfüllende Exkursion im Spätsommer.
Die letzte Wanderung war im zu Ende gehenden Wanderjahr die für historisch Interessierte geführte heimatkundliche Wanderung, welche mit einer unendlichen Menge von Dobler Geschichten, Daten und Fakten ausfüllt ist.
Ja, und dann steht da im Wanderplan immer ein letztes Angebot ohne nähere Angabe, die „Dezember-Überraschung“. An einem der letzten schönen Sonnentage vor einer Schlechtwetterphase ging es mit einem Reisebus für viele Schokoladenfans, kalorienmissachtend, zur größten Schoko-Erlebniswelt Deutschlands „chocolArt“, in die zauberhafte Fachwerk-Altstadt Tübingens.
Die durchschnittliche Teilnehmeranzahl je Wanderung bzw. Ausflug war relativ konstant bei 24 Teilnehmern geblieben. Insgesamt wurden aufs Jahr gerechnet 269 Teilnahmen gezählt.
Die Jahres-Gesamtstreckenlänge, also bei Teilnahme an allen Wanderungen, lag bei 61 km.
Die drei fleißigsten Wanderer bekamen die erstrebte Wanderurkunde. Dies sind: Theresia Striegel, Irene Herb und Bernd Bischoff.
Nach dem Rückblick auf das vergangene Wanderjahr verwies der Wanderwart auf den Wanderplan 2020 sowie auf die neu gestaltete Homepage des Vereins.
Die Gruppe von Radwanderwart Wolfgang Günthner hat im vergangenen Jahr insgesamt 819 km zurückgelegt. Darunter waren Touren nach Weingarten, Besigheim, Insel Rott, Mannheim und auf dem „MÖBS“-Radweg.
Für 2020 sind neben den regelmäßigen Montagausfahrten wieder schöne Tagestouren geplant. Die vier fleißigsten Radler, Inge Günthner, Theresia Striegel, Irene Herb sowie Wilhelm König bekamen ein Weinpräsent.
Kurz und positiv fiel der Bericht von Wegewart Bernd Bischoff aus: für die 50 Wegekilometer für die der Verein verantwortlich ist, sind alle 123 Schilder an 28 Schilderstandorten gereinigt worden, 7 Rauten und Pfeile wurden nach Verlust wieder angebracht, verschiedene Wege ausgeschnitten. Es gab keine Zerstörung von Schildern.
Bischoff warb für die neue GeoTour Dobel von Albtal plus, die viel über Geologie erzähle und dabei ganz ohne Schilder auskomme. Zum Schluss bedankte sich der Wegewart für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.
achwart für Heimatpflege Bernhard Kraft zeigte sich zufrieden über die 10 heimatgeschichtlich interessierten Wanderer, welche mit ihm am 12. Oktober 2019 auf dem künftigen waldhistorischen Rundweg über den Horntann zum großen und kleinen Volzemer Stein, über Schwabhauser Hütte zum Salmanns- oder Salmissgrund und über den Viehtrieb zurück auf den Dobel wanderten. Wir fanden alte Mühlsteine aus Kristallsandstein, Spuren des abgegangenen Ortes „Schwabhusen“ und überquerten die historische Wildbanngrenze von 1423 zwischen Württemberg einerseits und Eberstein/Baden andererseits, so Kraft.
Ferner konnte Bernhardt Kraft mitteilen, dass es grünes Licht für den Orts-und waldhistorischen Erlebnisweg gibt und voraussichtlich im März mit den Arbeiten begonnen werden kann.
Für Familienwartin Julia Zängl berichtete Vorsitzende Maulbetsch von einer durchgeführten Wanderung 2019, zwei sind 2020 geplant.
Schatzmeisterin Christa Zängl informierte die Mitglieder über die Vereinsfinanzen. Die Kassenprüferinnen Heidrun Neufeld und Inge Günthner haben die Kasse geprüft und bestätigten eine vorbildliche Kassenführung. Heidrun Neufeld empfahl eine uneingeschränkte Entlastung.
Ehrenvorsitzender Gerhard Westenberger dankte der gesamten Vorstandschaft und bat um Entlastung, welche durch Handzeichen der Mitglieder einstimmig erteilt wurde.
Hannes Brunn verwies auf die 2021 anstehenden Vorstandswahlen: „Überlegt euch rechtzeitig, wer, vor allem von jüngeren Mitgliedern, Verantwortung übernehmen würde.“ Weiter berichtete Brunn vom Hauptverein – nun Hauptverband und damit der sinnvollen Veränderung der Bezeichnung auch für Dobel von Ortsgruppe hin zu Ortsverein.
Fünfmal wäre die Ehrung für 50jährige Mitgliedschaft angestanden. Leider verstarb das langjährige Mitglied Gertrud Ehrhardt diesen Monat. Ehrenwanderwart Rudi Ehrhardt sowie Margret und Herbert Riffel werden ihre Urkunden noch erhalten. Persönlich konnte Günther Ruff für das halbe Jahrhundert Mitgliedschaft ausgezeichnet werden.
Mit einem herzlichen Dankeschön an die Teilnehmer schloss Sigrid Maulbetsch den offiziellen Teil der diesjährigen Jahreshauptversammlung.